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Wasser marsch - oder auch nicht!

In der beschaulichen Kleinstadt im Norden des Landes, wo selbst die Enten auf dem Dorfteich eine gewisse bürgerliche Haltung bewahrten und der größte Skandal der letzten Dekade ein ungleichmäßig strukturierter Marmorkuchen war, ereignete sich an einem Dienstagvormittag etwas, das später unter dem Titel „Das große Durstdrama!“ in die Orts-Chronik eingehen sollte – versehen mit einem Ausrufezeichen, das man dort sonst nur sparsam verwendete.
Es begann, wie die meisten Katastrophen, die sich im Nachhinein gut erzählen lassen: mit einem unscheinbaren Geräusch: Plopp.
Dieses Plopp ertönte aus dem Wasserwerk. Genauer gesagt: von einem Ventil, das seit 1987 stoisch seine Aufgabe erfüllt hatte und nun von einer Person mit Stirnlampe betrachtet wurde, als hinge die Zukunft der Zivilisation von einem Vierteldreh ab.
„Das ist er“, sagte Tabea leise. „Der Moment der Wahrheit.“
„Oder der Moment, in dem wir uns strafrechtlich interessant machen“, entgegnete Moritz, der grundsätzlich in Wahrscheinlichkeiten dachte.
Gemeinsam mit Jule bildeten sie die „Initiative Wasserschutz Jetzt!“ – engagiert, idealistisch und in der praktischen Umsetzung gelegentlich kreativ überfordert. Ihr Plan: Die Wasserversorgung der Stadt kurzzeitig unterbrechen, um Bewusstsein für weniger Wasserverbrauch zu schaffen. „Erfahrung erzeugt Einsicht“, hatte Tabea gesagt.
 „Wenn wir dieses Ventil um exakt neunzig Grad drehen…“, begann Moritz und schaute in seine Exceltabelle, in der er alle Schritte aufgelistet hatte. Er wurde je unterbrochen von besagtem Plopp - das System hatte sich für sofortige Umsetzung entschieden.
 
Die Stadt ohne Wasser
Zunächst verstand niemand, was passiert war. Dann verstanden es alle gleichzeitig. Duschen verstummten. Kaffeemaschinen protestierten leise. Der Brunnen auf dem Marktplatz wirkte beleidigt. Im Rathaus starrte Bürgermeisterin Gisela von Klotz auf ihren Wasserhahn, drehte ihn noch einmal auf und dann noch einmal, als würde er sich beim dritten Versuch umentscheiden. „Das ist Sabotage!“, rief sie. „Oder schlimmer: ein technisches Problem!“ Zur gleichen Zeit schlich die Aktivistengruppe aus dem Wasserwerk. „Wir haben es geschafft!“, flüsterte Tabea triumphierend. „Wir haben… irgendwas geschafft“, korrigierte Moritz vorsichtig.
Die Stadt begann, kreativ zu werden. Statt nachdenklicher Bürger, die über ihren Wasserverbrauch sinnierten, entwickelte sich der Ort zu einem Festival des Improvisierens: Menschen versuchten, ihre Pflanzen mit Apfelsaft zu gießen, ein Friseur bot „Trockenschnitte mit Gefühl“ an, und die örtliche Feuerwehr wurde gerufen, weil jemand versuchte, mit Mineralwasser zu duschen und dabei ausrutschte.
Im Wohngebiet „Am Birkenrain“ saß Herr Möller in seiner Badewanne und starrte irritiert auf den „trockenen Hahn“. Zwei Häuser weiter stand eine Waschmaschine still und blinkte beleidigt. Frau Lehmann versuchte zunächst, die Situation durch gutes Zureden zu lösen, bevor sie schließlich begann, Kleidung im Waschbecken mit Mineralwasser zu behandeln – was den Hemden einen unerwartet lebhaften Charakter verlieh. Am Ortsrand hatte Herr Krüger seinen Rasensprenger aufgebaut und wartete. Nach zehn Minuten sagte er: „Aha“, als hätte der Rasen sich persönlich gegen ihn entschieden. Im Fitnessstudio wurde Trockenheit zur „mentalen Abhärtung“ erklärt.  In der Zahnarztpraxis wurde „symbolisch gespült“, im Seniorenheim der Tee kurzerhand für überbewertet erklärt. Im Supermarkt bildete sich eine Schlange. „Eine Kiste pro Person!“, rief der Kassierer. „Ich habe aber mehr Durst!“, rief Frau Krüger. „Das haben wir alle“, sagte er. „Das ist kein Wettbewerb.“ 
Überall im Ort bildeten sich Menschengruppen, und alle hatten nur ein Thema: Wo ist das Wasser? Und wann kommt es wieder? 
Auf einer Bank beobachtete die Initiative das Geschehen. „Siehst du?“, sagte Tabea zufrieden und knabberte an einem Keks. „Jetzt denken sie nach.“ Nach drei Stunden sichtbarem Chaos verschob sich die Stimmung bei den „Wasserschützern“: „Vielleicht“, sagte Jule vorsichtig, „beenden wir die Erkenntnisphase, bevor jemand anfängt, mit Nachdruck und Verdruss politische Forderungen zu stellen.“
 
Wasser marsch - aber ...
Zurück im Wasserwerk. „Also einfach zurückdrehen?“, fragte Tabea. Moritz blätterte hektisch in seinen Unterlagen. „Theoretisch ja. Praktisch… habe ich keine Ahnung, was wir da eigentlich ausgelöst haben.“ Jule seufzte, griff entschlossen nach dem Ventil und drehte. Plopp! Im ganzen Ort kam das Wasser zurück – diesmal begleitet von einem erleichterten Jubel, der sich wie eine Welle durch die Straßen zog. Doch der Jubel hielt genau zwölf Sekunden. Dann passierte etwas, das niemand – wirklich niemand – vorhergesehen hatte.
 
...leider lila!
Das Wasser floss. Nicht leicht violett. Nicht ein Hauch von Flieder. Sondern ein entschiedenes, selbstbewusstes Lila, das wirkte, als hätte jemand beschlossen, der Realität ein Upgrade zu verpassen.
„Das stand da nicht“, sagte Moritz und hielt verzweifelt seine Tabelle hoch. „Was stand da nicht?“, fragte Tabea. „Dass das Wasser… Party macht!“
Jule beugte sich über ein altes Schild am Ventil, das von einer dicken Staubschicht bedeckt war. Sie wischte es frei. „Ähm… Leute?“ „Was?“ „Hier steht: ‚Achtung: Zusatzleitung für Farbstoff-Testlauf 1993. Nicht ohne Rücksprache benutzen.“ Stille. „Es gab einen Farbstoff-Testlauf?“, fragte Tabea. „Offenbar einen sehr engagierten“, sagte Moritz.
Im Ort nahm die Situation inzwischen absurde Züge an: Kinder jubelten und füllten Eimer, weil „endlich mal was los war“, während ältere Bewohner misstrauisch an ihren Teetassen schnupperten. Im Friseursalon erstarrte die Kundschaft. „Ist das… eine neue Farbe?“, fragte jemand vorsichtig. „Wenn ja“, sagte der Friseur, „dann nehme ich Aufpreis.“ „Ich trinke das nicht“, sagte Herr Bäcker. „Das sieht aus wie ein Experiment.“ „Alles ist ein Experiment, Herr Bäcker“, antwortete seine Frau und nahm einen Schluck. „Hm. Schmeckt nach… Wasser.“
Die Aktivistengruppe sah sich an. „Wir müssen das reparieren“, sagte Tabea. „Wir müssen überhaupt erst verstehen, was wir kaputt gemacht haben“, korrigierte Moritz. „Oder“, sagte Jule, „wir sagen einfach, das war Kunst.“
Plötzlich stand die Bürgermeisterin persönlich im Wasserwerk. Sie war ohne großen Auftritt gekommen. Kein Gefolge, kein Papierstapel unter dem Arm, nur dieser Blick, der irgendwo zwischen kommunaler Entschlossenheit und stillem Zorn pendelte. Ihre Schuhe klackten über den Betonboden, als würde jede einzelne Stufe protokolliert werden.
„Ich frage jetzt ein letztes Mal“, sagte sie mit der Ruhe eines Vulkans kurz vor dem Ausbruch, „Wer war das?“ Die drei sahen sich an. Dann hob Jule langsam die Hand. „Also… theoretisch… kollektiv… wir?“ „Wir… wollten Aufmerksamkeit für einen bewussten Wasserverbrauch erzeugen...“, begann Tabea. „Mission erfüllt“, sagte die Bürgermeisterin trocken. Es folgte eine Pause, in der irgendwo sehr weit entfernt ein Vogel beschloss, lieber woanders zu wohnen. Und dann – völlig unerwartet – seufzte die Bürgermeisterin. „Gut, dann helfen Sie jetzt auch, das wieder geradezubiegen. Danach reden wir über die sehr kreative Definition von ‚Initiative‘.“ In diesem Moment vibrierte irgendwo im Gebäude ein Rohr, als wolle es sich ebenfalls in die Diskussion einbringen. Alle schauten kurz in die Richtung. „Wunderbar“, sagte die Bürgermeisterin. „Selbst das Gebäude ist jetzt Meinungsträger. Perfekt.“
Moritz räusperte sich und hob vorsichtig sein Excel-Blatt: „Ich könnte die hydraulische Rückkopplung modellieren. „Technisch ist die Lage komplex.“ „Das ist sie immer, wenn Menschen ohne Genehmigung an Hauptleitungen gehen“, konterte die Bürgermeisterin. Zwei Stunden, drei Anrufe bei einem pensionierten Wasserwerksingenieur und eine sehr intensive Diskussion über „was genau lila eigentlich ist“ später begann das System zu reagieren. Ein tiefes Gurgeln ging durch die Leitungen. Dann war das Wasser wie es sein sollte - im ganzen Ort. Ohne Farbe. Ohne Drama. Nur klares Wasser. 
 
Epilog
Am Rathaus hing am nächsten Tag ein Plakat:
„WASSER IST WERTVOLL – ABER BITTE NICHT MEHR SO.“
Darunter:
„PS: Das Lila war unnötig, aber bemerkenswert.“
Und in kleiner Schrift:
„PPS: Wer Verantwortung übernimmt, bekommt Kaffee.“

Die „Initiative Wasserschutz Jetzt!“ beschloss einstimmig, ihre nächsten Projekte weniger hydraulisch zu gestalten. Vielleicht Flyer. Vielleicht Motto-Kekse. Vielleicht...

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