„Auf der Suche nach Produkten, die spontan begeistern und auf Dauer überzeugen.“

- Tom Schönherr gründete 1987 gemeinsam mit Andreas Haug Phoenix Design
Der Aufstieg des modernen deutschen Designs ist eng verknüpft mit dem Werdegang von Tom Schönherr. 1954 geboren lebt und arbeitet Schönherr in Stuttgart. Nach dem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste kamen die Jahre bei frogdesign. Gemeinsam mit Andreas Haug gründete er 1987 Phoenix Design in Stuttgart – zwei Jahre später erfolgte die Eröffnung der Dependance in Tokio. Seit Bestehen des Unternehmens bis heute hat Phoenix Design mehr als 380 Designpreise gewonnen. 1998 wurde Tom Schönherr und Andreas Haug der begehrte Lucky Strike Designer Award verliehen, eine Ehrung, die herausragenden und international erfolgreichen Designern gilt. Neben der Juryarbeit engagiert sich Tom Schönherr in der Nachwuchsförderung u.a. im Rahmen von Hochschul-Workshops, beim Mia-Seeger-Nachwuchspreis sowie in der Phoenix Academy.
Das Geheimnis des Erfolgs von Phoenix Design sieht Tom Schönherr im Zusammenspiel von Ethik und Ästhetik, Ökonomie und Ökologie, Präzision und Emotion sowie der Fokussierung auf die Interessen von Herstellern und Nutzern. „Wir streben immer nach Produkten, die spontan begeistern und auf Dauer überzeugen. Wenn das gelingt, ist das Produkt in aller Regel erfolgreich.“
Herr Schönherr, Sie haben für Duravit die neue Badserie PuraVida entworfen. Bereits bei den ersten Präsentationen hat sich gezeigt, dass die Serie sehr gut ankommt. Was denken Sie, ist das Geheimnis für diesen Erfolg?
Das liegt sicher an der Emotionalität der Serie und es scheint zu funktionieren: Emotionale Dinge treffen die Menschen ja viel unmittelbarer, sie gehen nicht erst über den Verstand, sondern sprechen direkt das Bauchgefühl an.
Herr Schönherr, Sie haben für Duravit die neue Badserie PuraVida entworfen. Bereits bei den ersten Präsentationen hat sich gezeigt, dass die Serie sehr gut ankommt. Was denken Sie, ist das Geheimnis für diesen Erfolg?
Das liegt sicher an der Emotionalität der Serie und es scheint zu funktionieren: Emotionale Dinge treffen die Menschen ja viel unmittelbarer, sie gehen nicht erst über den Verstand, sondern sprechen direkt das Bauchgefühl an.

- Erste Skizzen zeigen bereits das unverwechselbare Design von PuraVida
Woran zeigt sich Ihrer Meinung nach die Emotionalität?
Die Menschen gehen auf das Produkt zu und haben das Bedürfnis, es zu berühren. Ich habe beobachtet, dass sie die Produkte sehr genau von allen Seiten betrachten. Dabei spürt man regelrecht, dass die Produkte eben diese Emotion auslösen.
Was ist für Sie bzw. Phoenix Design gutes Design? Wie muss Design sein, damit es erfolgreich oder gut für Sie wird?
Wir haben ja unseren Slogan „Logik, Moral und Magie“ und wir denken, diese drei Elemente braucht ein wirklich gutes Design. Es muss logisch sein in dem Sinne, dass es gut funktioniert, dass es selbsterklärend ist und die rationalen Anforderungen erfüllt - das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite haben wir als Designer auch eine große Verantwortung für die Umwelt, denn die Produkte, die wir gestalten, werden ja unter Umständen tausendfach oder millionenfach produziert. Das heißt, ein Produkt, das lange hält, das in seiner Funktionalität gut ist und mit den Ressourcen sparsam umgeht, ist ein erheblicher und großer Beitrag für unsere Zeit und für die Zukunft. Dann kommt noch als wesentliches Element die Emotionalität der Produkte hinzu. Es nützt nichts, wenn die Produkte zwar ihre Funktion erfüllen, die Menschen aber nicht berühren. Diese Emotionalität wird meiner Meinung nach häufig unterschätzt, aber sie ist ein wesentlicher Punkt bei jedem Produkt. Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass 70 Prozent der Kaufentscheidungen emotional – also aus dem Bauch heraus – getroffen werden.
Die Menschen gehen auf das Produkt zu und haben das Bedürfnis, es zu berühren. Ich habe beobachtet, dass sie die Produkte sehr genau von allen Seiten betrachten. Dabei spürt man regelrecht, dass die Produkte eben diese Emotion auslösen.
Was ist für Sie bzw. Phoenix Design gutes Design? Wie muss Design sein, damit es erfolgreich oder gut für Sie wird?
Wir haben ja unseren Slogan „Logik, Moral und Magie“ und wir denken, diese drei Elemente braucht ein wirklich gutes Design. Es muss logisch sein in dem Sinne, dass es gut funktioniert, dass es selbsterklärend ist und die rationalen Anforderungen erfüllt - das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite haben wir als Designer auch eine große Verantwortung für die Umwelt, denn die Produkte, die wir gestalten, werden ja unter Umständen tausendfach oder millionenfach produziert. Das heißt, ein Produkt, das lange hält, das in seiner Funktionalität gut ist und mit den Ressourcen sparsam umgeht, ist ein erheblicher und großer Beitrag für unsere Zeit und für die Zukunft. Dann kommt noch als wesentliches Element die Emotionalität der Produkte hinzu. Es nützt nichts, wenn die Produkte zwar ihre Funktion erfüllen, die Menschen aber nicht berühren. Diese Emotionalität wird meiner Meinung nach häufig unterschätzt, aber sie ist ein wesentlicher Punkt bei jedem Produkt. Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass 70 Prozent der Kaufentscheidungen emotional – also aus dem Bauch heraus – getroffen werden.

- Rund 30 Designer arbeiten bei Phoenix Design in den Bereichen Produktdesign, Interface Design, CAD-Modelling und Modellbau
War die Entscheidung, mit Duravit zusammenzuarbeiten, auch eher eine Bauchentscheidung?
Duravit liegt uns sehr nahe. Das Unternehmen hat einen hohen Anspruch und die Fähigkeit, Innovationen tatsächlich bis zur Serienreife zu entwickeln. Für eine so neuartige Linie wie PuraVida war Duravit unser Wunschkunde.
Sie haben in Bezug auf ihre neue Serie Puravida von Emotion gesprochen. Was denken Sie, warum gerade jetzt in der Bevölkerung ein besonderes Bedürfnis nach Emotion besteht?
Wenn man die letzten zehn, fast 15 Jahre zurückblickt, gab es einen sehr starken Trend hin zu reduzierten, geometrischen, klaren, funktional orientierten Designs. Elemente, die sich der Architektur komplett untergeordnet haben. Aber genau diese Formensprache lässt wiederum die Emotionalität vermissen. Man kann diesen Wunsch in anderen Bereichen wie Kunst, Mode oder Architektur spüren. Dort gibt es schon viel mehr Beispiele für expressivere, ausdrucksstärkere und menschliche Formen. Und deswegen sind wir sicher, dass sie auch im Bad Einzug halten und in den nächsten Jahren ein maßgeblicher Trend sein werden.
Duravit liegt uns sehr nahe. Das Unternehmen hat einen hohen Anspruch und die Fähigkeit, Innovationen tatsächlich bis zur Serienreife zu entwickeln. Für eine so neuartige Linie wie PuraVida war Duravit unser Wunschkunde.
Sie haben in Bezug auf ihre neue Serie Puravida von Emotion gesprochen. Was denken Sie, warum gerade jetzt in der Bevölkerung ein besonderes Bedürfnis nach Emotion besteht?
Wenn man die letzten zehn, fast 15 Jahre zurückblickt, gab es einen sehr starken Trend hin zu reduzierten, geometrischen, klaren, funktional orientierten Designs. Elemente, die sich der Architektur komplett untergeordnet haben. Aber genau diese Formensprache lässt wiederum die Emotionalität vermissen. Man kann diesen Wunsch in anderen Bereichen wie Kunst, Mode oder Architektur spüren. Dort gibt es schon viel mehr Beispiele für expressivere, ausdrucksstärkere und menschliche Formen. Und deswegen sind wir sicher, dass sie auch im Bad Einzug halten und in den nächsten Jahren ein maßgeblicher Trend sein werden.
Inwieweit sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Architektur und Design von der Bedeutung her?
Ich glaube, die Architekten betrachten das Design immer als das kleinere Element in der gesamten Architektur. In gewisser Weise mag das richtig sein: Designobjekte sind zwar die kleineren Elemente, aber es sind nicht die weniger wichtigen Elemente. Die Architektur ist das große Gerüst, aber mit den Designs und Designobjekten kommen die Menschen tatsächlich jeden Tag in Berührung. Insofern meine ich, haben die Designprodukte eine sehr große Bedeutung für die Atmosphäre und die Lebensqualität eines Hauses.
Wenn man den Zusammenhang zwischen Formgebung im Design und Formgebung in der Architektur betrachtet, sehen Sie gemeinsame Trends, Parallelen oder gemeinsame Entwicklungen?
Durchaus. Gerade in der Architektur hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert. Früher war Architektur definiert durch den rechten Winkel und gerade Wände. Genau diese Art der Architektur ist momentan im Umbruch. Bei großen Objekten kann man das schon beobachten, aber es wird sich natürlich nach und nach auch auf die Ein- oder Mehrfamilienhäuser übertragen. Teilweise werden schon sehr expressive Dinge gemacht und auch sehr viel emotionalere Gebäude erzeugt. Insofern denke ich, liegen wir mit unserer Serie genau richtig.
Ich glaube, die Architekten betrachten das Design immer als das kleinere Element in der gesamten Architektur. In gewisser Weise mag das richtig sein: Designobjekte sind zwar die kleineren Elemente, aber es sind nicht die weniger wichtigen Elemente. Die Architektur ist das große Gerüst, aber mit den Designs und Designobjekten kommen die Menschen tatsächlich jeden Tag in Berührung. Insofern meine ich, haben die Designprodukte eine sehr große Bedeutung für die Atmosphäre und die Lebensqualität eines Hauses.
Wenn man den Zusammenhang zwischen Formgebung im Design und Formgebung in der Architektur betrachtet, sehen Sie gemeinsame Trends, Parallelen oder gemeinsame Entwicklungen?
Durchaus. Gerade in der Architektur hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert. Früher war Architektur definiert durch den rechten Winkel und gerade Wände. Genau diese Art der Architektur ist momentan im Umbruch. Bei großen Objekten kann man das schon beobachten, aber es wird sich natürlich nach und nach auch auf die Ein- oder Mehrfamilienhäuser übertragen. Teilweise werden schon sehr expressive Dinge gemacht und auch sehr viel emotionalere Gebäude erzeugt. Insofern denke ich, liegen wir mit unserer Serie genau richtig.

- Die Badserie PuraVida hat Designer Tom Schönherr für Duravit entworfen
Ist für Sie bei einem neuen Entwurf oder einer Idee für eine neue Serie Architektur Vorbild oder sind sie eher losgelöst und betrachten das Design als ein Objekt, das nicht unbedingt Bezug nehmen muss zum architektonischen Element?
Wir haben die Architektur immer im Hinterkopf: Schon allein, wenn man sich überlegt, dass die Bäder in der Regel relativ klein sind, erfordert das zum Beispiel auch ein Design, das in kleine Bäder integriert werden kann. Das heißt, dort dürfen die Objekte nicht sehr groß sein und sie sollten - aus unserer Sicht zumindest - nicht schwer wirken. Denn schwere Keramikgegenstände und Möbel würden einen kleinen Raum komplett erschlagen. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir die Architektur mitberücksichtigen, unsere Designs jedoch nicht für eine bestimmte Architektur gemacht sind.
Weitere Informationen über die Badserie PuraVida:
www.duravit.de
Wir haben die Architektur immer im Hinterkopf: Schon allein, wenn man sich überlegt, dass die Bäder in der Regel relativ klein sind, erfordert das zum Beispiel auch ein Design, das in kleine Bäder integriert werden kann. Das heißt, dort dürfen die Objekte nicht sehr groß sein und sie sollten - aus unserer Sicht zumindest - nicht schwer wirken. Denn schwere Keramikgegenstände und Möbel würden einen kleinen Raum komplett erschlagen. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir die Architektur mitberücksichtigen, unsere Designs jedoch nicht für eine bestimmte Architektur gemacht sind.
Weitere Informationen über die Badserie PuraVida:
www.duravit.de
