Lohnt sich: Austausch alter Durchlauferhitzer in Bad oder Küche

Hohe Stromrechnungen haben ihre Ursache oft dort, wo kaum jemand hinschaut: im Badezimmer oder in der Küche. Noch immer sind in vielen Haushalten veraltete hydraulische Durchlauferhitzer im Einsatz, die deutlich mehr Energie verbrauchen als nötig. Der Austausch gegen moderne elektronisch geregelte oder sogar vollelektronische Geräte kann die Stromkosten für Warmwasser um bis zu 30 Prozent senken – bei gleichzeitig höherem Komfort (Quelle und Fotos: Initiative Wärme+).
Initiative Wärme+
Merkmale
Elektronische Durchlauferhitzer
Fakten
Die Broschüre „Elektronische Durchlauferhitzer“ der Initiative Wärme+ kann als PDF kostenlos heruntergeladen werden
Das Vorurteil hält sich hartnäckig: Dezentrale Warmwasserbereitung mit Durchlauferhitzern gilt bei vielen noch immer als Kostentreiber. „Viele Verbraucher denken bei Durchlauferhitzern an die alten hydraulischen Modelle“, erklärt Lea Sophie Welzel von der Initiative Wärme+. „Tatsächlich ist diese ineffiziente Technik in vielen Haushalten noch im Einsatz. Mit modernen vollelektronischen Geräten hat sie jedoch kaum noch etwas gemeinsam: Diese arbeiten deutlich effizienter, hochpräzise und erreichen Wirkungsgrade von über 99 Prozent.“
Intelligente Anpassung
Hydraulische Durchlauferhitzer sind technisch überholt: Sie reagieren allein auf den Wasserdruck und schalten immer die volle Heizleistung ein – unabhängig davon, wie viel Wärme tatsächlich benötigt wird. Schon geringe Druckschwankungen im Leitungsnetz führen dazu, dass das Wasser plötzlich zwischen zu heiß und zu kalt wechselt. Neben Komforteinbußen entstehen so unnötig hohe Stromverbräuche. „Dezentrale Warmwasserbereitung ist keine Kostenfalle, sondern eine effiziente Lösung – wenn die Technik stimmt“, erklärt Welzel. Moderne Geräte vermeiden Leistungsspitzen und Bereitschaftsenergieverluste, passen die Leistung automatisch an Durchflussmenge, Zulauftemperatur und Wunschtemperatur an der Entnahmestelle an und sparen so im Vergleich zu hydraulischen Modellen bis zu 30 Prozent Energie ein – bei konstantem Warmwasserkomfort.
Mehr Effizienz
Zusätzlich sollen elektronische Durchlauferhitzer anders als ihre hydraulischen Vorgänger zahlreiche Komfortfunktionen bieten: Wunschtemperaturen lassen sich speichern, Energiesparmodi und Verbrauchsmonitoring sorgen für Transparenz und einen bewussten Verbrauch. Viele Geräte können per Fernbedienung, Sprachsteuerung oder Smartphone gesteuert werden und lassen sich flexibel sowie nahezu unsichtbar installieren – etwa in Badmöbeln, Revisionsklappen oder hinter Wandverkleidungen. Besonders attraktiv ist der Technologiewechsel für Modernisierer und Hauskäufer: Der Austausch eines alten hydraulischen Durchlauferhitzers gegen ein elektronisches Gerät ist unkompliziert. Auch elektrische Wandspeicher oder Boiler, die dauerhaft Wasser auf Temperatur halten, lassen sich durch elektronische Durchlauferhitzer ersetzen – mit deutlicher Energieeinsparung. Dass Durchlauferhitzer häufig mit Speichern verwechselt werden, trägt bis heute zur Skepsis bei. Gerade bei niedrigem Warmwasserbedarf, etwa in Einfamilienhäusern oder Wohnungen, zeigt sich jedoch die Stärke dezentraler, elektronischer Systeme.
Über die Initiative WÄRME+
Die größten Energieeinsparpotenziale in deutschen Haushalten liegen bei Raumheizung und Trinkwassererwärmung. Um diese Potenziale zu heben, sind neben energiebewusstem Verhalten auch Investitionen in moderne Energie- und Gebäudetechnik nötig. Die Initiative WÄRME+ informiert Wohneigentümer anbieterneutral über die Einsatzmöglichkeiten von Technologien und Produkten, um wirtschaftliche, nachhaltige und umweltfreundliche Entscheidungen treffen zu können. Träger der Initiative sind die Marktführer AEG Haustechnik, CLAGE, DEVI, Stiebel Eltron und Vaillant sowie der ZVEI – Verband der Elektro- und Digitalindustrie und die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.


