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Ratgeber, Wasser 20.03.2026

Weltwassertag am 22. März: „Where Water Flows, Equality Grows“

Anlässlich des Weltwassertages am 22. März rufen die Vereinten Nationen unter dem Motto „Water and Gender“ und dem Slogan „Where Water Flows, Equality Grows“ dazu auf, die Verbindung zwischen Wasserressourcen und Geschlechtergerechtigkeit zu stärken (Quelle und Fotos: Global Nature Fund).

Umweltstiftung GNF

Merkmale

Global Nature Fund

Fakten

Weltwassertages am 22. März
Die Umweltstiftung GNF schafft durch nachhaltige Gewässerschutz-Projekte weltweit gerechte Zukunftschancen

LINK-TIPP
www.globalnature.org
South Africa Drakensberg © Mahlathini Development Foundation / LLBCP

South Africa Drakensberg © Mahlathini Development Foundation / LLBCP

Im Rahmen seiner weltweiten Wasserprojekte, v.a. des globalen „IKI Living Lakes Biodiversity and Climate Project“ (LLBCP), zeigt der Global Nature Fund (GNF) gemeinsam mit internationalen Partnern, dass der Schutz von Seen und Feuchtgebieten weit über den Erhalt von Ökosystemen und ihrer Biodiversität hinausgeht: Wasserschutz ist das Fundament, um Lebensgrundlagen nachhaltig zu sichern und Frauen aktiv als Gestalterinnen in das lokale Entwicklungs- und Wassermanagement einzubinden.

Die Bedeutung von Wasser
Seit 1993 machen die Vereinten Nationen jährlich auf die Bedeutung von Wasser aufmerksam. Im Jahr 2026 steht dabei die Verknüpfung von UN-Nachhaltigkeitsziel 6 (Sauberes Wasser) und Ziel 5 (Geschlechtergerechtigkeit) im Fokus. Weltweit tragen Frauen und Mädchen oft die Hauptlast der Wasserbeschaffung. Wenn lokale Ökosysteme durch den Klimawandel oder Übernutzung zerstört werden, trifft die Krise diese Menschen zuerst und am härtesten. Wo der Zugang zu sauberem Wasser fehlt, schwinden die Chancen auf Gesundheit, Bildung und sicheres und eigenes Einkommen. Der Schutz intakter Ökosysteme ist daher die Grundvoraussetzung für globale Gerechtigkeit. Im Rahmen des IKI Living Lakes Biodiversity and Climate Projekts fördert der GNF den Erhalt und die Wiederherstellung von Seen und Feuchtgebieten und die Rolle von Frauen im Management von Wasser. 

Beispiel Kolumbien: Nachhaltige Landwirtschaft
In den Einzugsgebieten der Lagunen Tota und Fúquene im Andenhochland unterstützt und schult die Initiative „Mujeres de Tierra“ Frauen, damit diese besser auf Klimaveränderungen reagieren können. 110 Frauen pflegen hier 60 agroökologische Gärten und bewahren traditionelles Wissen zu wassersparenden Anbaumethoden wie Regenwassernutzung und natürlicher Bodenabdeckung. Wenn weniger wertvolles Wasser verdunstet, sichert das die Nahrungsmittelversorgung – gerade auch in Zeiten zunehmender Trockenheit.

Projekt für Klimaresilienz und Feuchtgebietsschutz in Südafrika
Im südafrikanischen Bergville leitet die Mahlathini Development Foundation ein wegweisendes Projekt in der Drakensberg-Region, welches Frauen und Jugendliche ins Zentrum des Wassermanagements stellt. Durch naturbasierte Lösungen senkten 96 Kleinbäuerinnen Wasserverluste auf ihren Feldern um über 50 %. Die verbesserte Wasserspeicherung im Boden ist ein entscheidender Schritt, um die Ernten zu verbessern und die bedrohten Feuchtgebiete langfristig zu erhalten. „Unsere Erfahrungen belegen, dass Wasserprojekte in der Entwicklungszusammenarbeit dann am effektivsten sind, wenn Frauen als Expertinnen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden“, betont Marion Hammerl, Präsidentin des Global Nature Fund.

Ökosystemschutz und Frauenrechte
Auch in Indien ist die Verbindung von Ökosystemschutz und Frauenrechten ein zentraler Erfolgsfaktor. Ajanta Dey, Program Direktorin der Nature Environment & Wildlife Society (NEWS) in Indien unterstreicht: „In den Sundarbans, dem größten Mangrovengebiet der Welt, sehen wir täglich, dass Wasserkontrolle auch Macht bedeutet. Wenn wir Frauen ermöglichen, ihre Wasserressourcen und Küstenökosysteme selbst zu verwalten, schützen wir nicht nur Lebensräume und ihre biologische Vielfalt, sondern fördern auch die wirtschaftliche und soziale Eigenständigkeit von Frauen und ihren Familien.“ Der Weltwassertag 2026 macht deutlich, wie eng Wasser und Geschlechtergerechtigkeit miteinander verbunden sind.

Über LLBCP (Living Lakes Biodiversity and Climate Project)
Das „Living Lakes Biodiversity and Climate Project“ (LLBCP) wird vom internationalen Living Lakes Network und dem Global Nature Fund koordiniert, vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert und von der Deutschen Postcode Lotterie, Kärcher, GF und Groundlake unterstützt.Das Projekt stärkt den weltweiten Schutz und die Wiederherstellung von Seen und Feuchtgebieten. In zehn Ländern werden gemeinsam mit zwölf Partnerorganisationen an insgesamt 13 Seen und Feuchtgebieten Gewässer- und Biodiversitätsschutzmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Behörden und der Lokalbevölkerung umgesetzt – von Sri Lanka bis Südafrika, von Peru bis zu den Philippinen.

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