Australien schafft weltgrößtes Netzwerk von Meeresschutzgebieten

Im Vorfeld zum Rio+20 Erdgipfel kündigt Australien die Ausweisung des
weltgrößten Netzwerkes an Meeresschutzgebieten an. Indem es ein Drittel
seiner Meeresflächen unter Schutz stellt, setzt Australien ein starkes
Zeichen für Meeresschutz.


„Das ist ein echter Meilenstein für den Schutz der Ozeane“, freut sich Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim WWF. Besonders wertvoll sei die Verflechtung der marinen Schutzzonen. „In verbundenen Schutzgebieten können sich wandernde Arten wie Wale, Haie, Schildkröten und Fische ausbreiten und wieder ansiedeln. Die Durchmischung der Populationen stärkt den Genpool und damit die Widerstandsfähigkeit einer Art gegen Umwelteinflüsse.“ Auch wirbellose Tiere wie Korallen vermehren und verbreiten sich mit der Strömung. Sie treiben als Plankton durchs Meer bis sie sich an geeigneter Stelle festsetzen.

 

Das Herzstück des neuen Schutzgebietsnetzwerkes in Australien ist der Coral Sea Meerespark, der an das Great Barrier Reef grenzt. „Weil es weit in der offenen See liegt, ist dieses Korallengebiet noch weitgehend unberührt und intakt geblieben. Es ist als  Rückzuggebiet und Kinderstube für viele Meerestiere und Fische besonders wertvoll“, so WWF-Experte Lutter weiter. Meist werden Meeresschutzgebiete in Küstennähe statt auf offener See ausgewiesen. Grundsätzlich sieht der Experte beim Meeresschutz allerdings erheblichen Handlungsbedarf. „Weniger als zwei Prozent der Weltmeere stehen bisher überhaupt unter Schutz“, verdeutlicht Stephan Lutter. An Land seien es immerhin rund 15 Prozent. Gemäss internationalen Abkommen sollen bis 2020 rund 10 Prozent der Ozeanfläche unter Schutz stehen. Ebenso hat sich die Staatengemeinschaft beim letzten Umweltgipfel in Johannesburg verpflichtet bis 2012 repräsentative Netzwerke von Schutzgebieten, die unterschiedliche marine Arten, Lebensräume und Ökosysteme schützen, zu errichten. Der WWF fordert die Weltgemeinschaft zum Umweltgipfel in Rio auf, dem Beispiel Australiens zu folgen und die Selbstverpflichtung mit Nachdruck umzusetzen.

 

Viele der weltweit ausgewiesenen Meeresschutzgebiete bestehen zudem nur auf dem Papier, werden aber faktisch gar nicht ausreichend geschützt vor der Überfischung, den schädlichen Auswirkungen des Tourismus oder den Zerstörungen, wie sie Erdöl- und Gasbohrfirmen anrichten. Laut dem WWF ist es entscheidend, dass die Behörden die neuen Schutzgebiete in Australien konsequent umsetzen. Dafür brauche es Kernzonen, die ganz in Ruhe gelassen werden, fischereifreie Bereiche und Pufferzonen, die sicherstellen, dass nicht angrenzend zu den Schutzgebieten nach Gas und Erdöl gebohrt wird. Auch in deutschen Meeresschutzgebieten in Nord- und Ostsee vermisst WWF-Experte Lutter konkrete Schutzmaßnahmen. „In deutschen Schutzgebieten wird immer noch jeder Quadratkilometer befischt. Wir fordern, dass 50 Prozent der Schutzzonen nutzungsfrei bleiben.“

Zunächst angelehnt an den Schwimmteich, ist der Living-Pool heute längst ein eigenständiges Produkt
In einem Artikel in einem Fachmagazin aus dem Jahr 2009 haben Sie gemeint, dass der 2007 errichtete Prototyp des Living-Pools der „Missing Link“ zwischen Teich und Pool sei. Sind Sie im Jahr 2012 noch immer dieser Ansicht?
 
Wenn sich der „Missing Link“ so weiter entwickelt wie in den ersten Jahren, dann wird diese Theorie nicht mehr aufrecht zu erhalten sein. Dieser Bio-Pool entwickelt sich zu einer eigenen Gattung. 2009 nahm der Living-Pool noch viele Anleihen vom Schwimmteich, heute ist er ein eigenständiges Produkt, das in den fünf Jahren seines Bestehens eine rasante Weiterentwicklung erlebte. Heute liefert der Living-Pool der Schwimmteich-Technologie Hilfestellung bei schwierigen Rahmenbedingungen.
 
Heißt das, dass der relativ junge  Bio-Pool  dem fast drei Jahrzehnte alten Schwimmteich technologisch überlegen ist?
 
Sowohl Swimming-Teich als auch Living-Pool sind ausgereifte Produkte. Zweifellos waren die Entwicklungsschritte beim Pool bedeutend schneller, aber er hatte auch den Vorteil, sich seine Akzeptanz nicht erkämpfen zu müssen. Die Pionierarbeit dafür hat die Schwimmteich-Bewegung geleistet. Schwimmanlagen ohne chemische Wasseraufbereitung werden seit Jahren von der Gesellschaft nicht nur akzeptiert, sondern ausdrücklich gewünscht.
 
Im Trend: Schwimmanlagen ohne chemische Wasseraufbereitung
Biotop Geschäftsführer Peter Petrich zieht nach fünf Jahren Living-Pool Resümee
Was kann der Living-Pool, was der Swimming-Teich nicht kann?
 
Beim Living-Pool ist es möglich, gezielt den Phosphor zu entfernen und damit vom ersten Tag an den Algen ihre Lebensgrundlage zu nehmen. Beim Teich hängt die Phosphor-Eliminierung vom Wachstum der Unterwasserpflanzen ab, der jahreszeitenbedingt nicht kontinuierlich sein kann. Um diese Lücken zu füllen und den Algen, die sich bei Sonnenschein viel rascher entwickeln als Pflanzen, ein Schnippchen zu schlagen,empfehlen wir den Einbau des PhosTec Ultra-Filters bei Schwimmteichen.Innerhalb von 48 Stunden nach Einschalten des Phosphatfilters ist der Phosphor weitgehendeliminiert. Sobald die Unterwasserpflanzen sich gut entwickelt haben – alsoEnde April, Anfang Mai – kann der Filter wieder ausgeschalten werden.
 
Und was kann der Swimming-Teich, was der Living-Pool nicht kann?
 
Bei einem Teich können alle Komponenten des Pools zum Einsatz kommen. Beientsprechender Bauweise sogar der Pool-Roboter. Was den Swimming-Teich abereinmalig macht, ist die Möglichkeit Natur und Kultur harmonisch zu verbinden.Wasser im Garten gehört heutzutage bereits zu jeder Gartengestaltung. Und dabietet ein Schwimmteich sicher mehr Möglichkeiten sich optisch in diePflanzenwelt eines Gartens einzufügen.
 
Welche Rolle wird der Living-Pool in fünf bis zehn Jahren spielen?
 
Der Living-Pool wird zusammen mit anderen Bio-Pools beginnen, die Vorherrschaft der Chemiepools zu beenden. Meine Vision: In zehn bis zwanzig Jahren wird es im privaten Bereich keine Chemiepools mehr geben. Das ist mir eine Herzensangelegenheit.

 
Die Gestaltungsmöglichkeiten sind auch beim Living-Pool nahezu unbegrenzt
Living-Pool ist ein Produkt der Biotop Landschaftsgestaltung GmbH
Mehr Informationen: swimming-teich.com, www.living-pool.eu

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