
Wir essen die Ozeane leer
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Die Meere können den wachsenden Bedarf an Fisch nicht mehr decken |
17,2 Kilogramm Fisch pro Kopf wurden im Jahr 2009 weltweit konsumiert, so viel wie nie zuvor. Gleichzeitig lag die globale Fischproduktion bei 145 Millionen Tonnen, ein Rekordwert. Die Menge des wild gefangenen Fischs stagniert jedoch seit Jahren, während der Anteil des Zuchtfischs mit 46 Prozent eine neue Höchstmarke erreicht. „Nun ist es amtlich: Die Meere können den wachsenden Bedarf nach Fisch nicht mehr decken, fast jeder zweite Fisch kommt bereits aus Massentierhaltung“ sagt Karoline Schacht vom WWF. Der WWF fordert daher, endlich den Zustand der Fischbestände in den Meeren zu verbessern, statt vorwiegend auf den Ausbau gewinnträchtiger, aber teilweise umweltgefährdender Aquakulturen zu setzen.
Aus dem FAO-Bericht geht zudem hervor, dass Verbraucher neben einer hohen Qualität des angebotenen Fischs zunehmend auch Garantien für dessen nachhaltige Produktion fordern. Verbrauchern in Deutschland empfiehlt der WWF in seinem Einkaufsratgeber Fisch und Meeresfrüchte, beim Einkauf auf Fische aus gefährdeten Beständen – unter anderem Thunfisch, Nordseekabeljau oder Rotbarsch – zu verzichten, während Alaska-Seelachs, oder Zuchtfische mit Biosiegel als empfehlenswert gelten.
Mehr Informationen: www.wwf.de














