Sauna ist Wohlbehagen – sanft oder heiß

(Foto: Klafs)
Das Saunabad ist fast so alt wie die Welt und heute so populär wie nie. Schon die Steinzeitmenschen brachten sich mit Hilfe von heißen Steinen zum Schwitzen. Die Römer nutzten bereits Heißluftanwendungen. Aus dem Orient kennt man das türkische Dampfbad und die Finnen genießen seit Urzeiten das Saunabad in Zelten, Hütten oder Erdgruben. Heute finden die Anhänger des wohlig warmen Vergnügens Saunavariationen in Hülle und Fülle.

Warum Sauna so gut tut

Beim Bad in der Trockensauna wird die Wärme, die der Ofen ausstrahlt , über die Luft zum Körper geführt. Die etwa 80 bis 90 °C warme Luft lässt die Körpertemperatur entsprechend ansteigen. Da Wärme bekanntlich nach oben steigt, wird es heißer, je höher man in der Sauna liegt oder sitzt. Mit dem Schwitzen wehrt sich der Körper gegen das künstlich erzeugte Fieber. Dazu reagiert er mit einer Erweiterung der Blutgefäße. Um die Temperatur zu regeln, wird Flüssigkeit aus dem Körper, insbesondere aus dem Blut, nach außen – als Schweiß - abgegeben. Das Blut wird dickflüssiger, worauf der Körper erneut reagiert und versucht, Wasser aus dem Körpergewebe in das Blut zu leiten. Dabei werden Schlackenstoffe mit transportiert, die über den Schweiß abgesondert werden. Haut und Gewebe werden auf diese Weise entgiftet und entschlackt; die Belohnung ist ein verbessertes Hautbild. Außerdem wird der Stoffwechsel angeregt.

Der Aufguss

Ein Aufguss macht kurzzeitig Dampf und bewirkt einen zusätzlichen Hitzereiz (Foto: Klafs)
Um die Haut in der Trockensauna zusätzlich auf Temperatur zu bringen, wird – meist zum Ende des Saunaganges- ein Aufguss bereitet. Die Steine im Ofen werden dazu mit Wasser übergossen. Es entsteht Wasserdampf, der sich auf die Haut legt und einen zusätzlichen Hitzereiz bietet. Dem Aufguss werden oft noch ätherische Öle oder andere Essenzen beigefügt, die ganz unterschiedliche Stimmungen und Reaktionen hervorrufen. So wirkt beispielsweise Melisse entspannend, Rosmarin anregend, Kamille beruhigt die Haut.

Abkühlen

Das anschließende Abkühlen kann auf zweierlei Arten geschehen. Entweder durch kalte Luft durch den Gang ins Freie oder durch Wasser. Hier bieten sich Schwallduschen, Tauchbecken, der heimische Pool oder Badeteich an. Die Abkühlung ist genauso wichtig wie das Aufheizen des Körpers zuvor. Die Körpertemperatur sinkt wieder auf die normalen 36,5 bis 37° C ab. Die Nierenfunktion wird angeregt, die Herzfrequenz beruhigt sich. Die Blutgefäße ziehen sich wieder zusammen, der Sauerstoffgehalt des Blutes wird gefördert. Der Wechsel zwischen Aufheizen und Abkühlen ist für die Blutgefäße das reinste Training.

Das bringt der Wechsel zwischen heiß und kalt:

  • Muskelentspannung und Stressabbau
  • Entschlackung und Hautreinigung
  • Förderung der Zellneubildung
  • Stoffwechselanregung
  • Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte
  • Blutdruckregulierung und bessere Durchblutung
  • Allgemeine Steigerung des Wohlbefindens
Auch Kinder genießen das Saunabad (Foto: Klafs)

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