Praxistest Dinotec Virtuoso 200 Poolreiniger

Der Dinotec Virtuoso 200 reinigt Boden, Wände und die Wasserlinie von Schwimmbecken bis zu einer Größe von 80 Quadratmetern
Wer einen Pool in seinem Garten hat, weiß den erfrischenden Wasserspaß zu schätzen. Wenn da nicht die Pflege des Badepardieses wäre – genauer die regelmäßige Reinigung des Beckens. Zum Glück gibt es intelligente Roboter, die diese Aufgabe übernehmen und nicht nur den Boden, sondern auch Beckenwände und Wasserlinie säubern. Wir haben den Virtuoso 200 von Dinotec zu Wasser gelassen und ihn in der praktischen Anwendung getestet.

Ausstattung und Verarbeitung

Der Virtuoso 200 ist ein vollautomatischer Reinigungsroboter in einem hochwertigen Kunststoffgehäuse. Das Gerät ist ausgelegt für die Wand- und Bodenreinigung von Schwimmbecken bis zu einer Größe von 80 Quadratmetern und kann bis zu 4 Meter tief abtauchen, wobei die Mindestwassertiefe 40 Zentimeter betragen muss. Die Wassertemperatur soll für einen störungsfreien Betrieb zwischen 13°C und 35°C liegen und einen ph Wert zwischen 7,2 und 7,6 aufweisen. Zum Gerät gehören ein 18 Meter langes Schwimmkabel, eine externe Steuereinheit und ein Caddy für Transport und Aufbewahrung. Mit einer Leistungsaufnahme von 180 Watt und einer Saugleistung von 16 Kubikmetern in der Stunde (Herstellerangabe) kann der Virtuoso 200 mit einer Reinigungsbreite von 31 Zentimetern dank Navigationssystem (Gyro) unbeaufsichtigt seine saubere Arbeit verrichten. Er ist ausgestattet mit einem Filterträger und einem auswaschbaren und waschmaschinengeeigneten, wieder verwendbaren Filtersack aus robustem Polyestergewebe und einer Filterfeinheit von 15 Micron.
Der Virtuoso 200 wird über die externe Steuereinheit eingeschaltet und reinigt Schwimmbecken auf Basis eines Navigationssystems vollautomatisch

Bedienung

Der Handgriff des Virtuoso 200 muss für den Reinigungsbetrieb in eine diagonale Position gebracht werden
Der Virtuoso 200 wird quasi betriebsfertig geliefert. Wir entfernen vorsichtig die Schutzhüllen aus Nylon von den Reinigungsbürsten des Virtuoso und stellen den Gleitgriff wie empfohlen in die größt mögliche diagonale Position. Das geht mit den entsprechenden Verriegelungstasten sehr einfach. Unser Testbecken ist 4 Meter lang, 2 Meter breit und 80 Zentimeter tief. Es ist mit einer schwarzen Schwimmbadfolie ausgekleidet. Die Wassertemperatur beträgt 19° C und der ph Wert 7,3. Damit bietet unser Schwimmbecken die erforderlichen Bedingungen für den Test. Der große Moment ist gekommen: Wir setzen den Virtuoso 200 ins Wasser und lassen ihn auf den Grund sinken. Wir legen das Kabel in erforderlicher Länge auf dem Becken aus und verbinden das Kabel mit der Steuerbox, die wir etwa 4 Meter entfernt auf der überdachten Terrasse aufgestellt haben. Wir schließen die Steuerbox an den Strom an und drücken die beleuchtete on/off Taste. Der Virtuoso 200 blubbert einmal kräftig und nimmt dann langsam Fahrt auf. Er bewegt sich super leise durchs Wasser und wir stellen fest: Er hat einen Plan. Er fährt ein Stück über den Boden und steuert dann zur Seitenwand. Hier klettert er langsam hoch, dann wieder zurück und weiter geht’s auf dem Boden, bis er erneut ein Stück Wand erobert und reinigt. Wir sind beeindruckt. Nur an einer Stelle bekommt er die „Kurve“ nicht und stellt kurz den Betrieb ein. Wir geben über die Steuereinheit einen Impuls und weiter geht’s. In der Betriebsanleitung lesen wir zudem, dass es Teil des Normalbetriebs ist, wenn sich der Reiniger gelegentlich für einige Sekunden nicht bewegt. 

Funktion

Dank Handgriff lässt sich der nur 8 kg schwere Virtuoso 200 bequem aus dem Wasser heben
Der Schmutz aus dem Becken landete im Filtersack, der einfach ausgespült oder in der Maschine gewaschen werden kann
Nach Ende des Reinigungszyklus sind wir von der Leistung überzeugt: Das Becken ist sauber, selbst größere Schmutzpartikel hat der Virtuoso 200 aufgesaugt. Nach der Reinigung lassen wir den Virtuoso noch kurz im Becken stehen damit er abkühlen kann (Tipp für alle Schwimmbadreiniger). Dann ziehen wir das Gerät am Schwimmkabel zu uns heran und nehmen ihn am Handgriff aus dem Becken; zuvor haben wir natürlich das Schwimmkabel vom Strom getrennt. Nachdem alles Wasser aus dem Reiniger geflossen ist, können wir die Bodenplatte lösen und den Filter von den Haltebügeln nehmen. Hier ist gut zu sehen, was der Virtuoso 200 an Schmutz von Boden und Wänden gesaugt hat. Der Filterbeutel kann einfach auf links gedreht und ausgespült werden; für eine gründliche Reinigung darf er auch in die Waschmaschine. Die Filterhalterung spülen wir mit klarem Wasser aus. Fertig ist der Virtuoso 200 für seinen nächsten Einsatz. 

Fazit

Der Virtuoso 200 mit einem Gewicht von nur 8 kg (ohne Schwimmkabel) ist ein wendiger Poolcleaner für anspruchsvolle Reinigungsaufgaben und lässt sich sehr einfach bedienen. Die Programmlaufzeit von 120 Minuten wird über die Steuerbox aktiviert. Mit einem 18 Meter langen Schwimmkabel ausgestattet macht der Virtuoso mit 31 cm Reinigungsbreite und einer Saugleistung von 16 Kubikmetern in der Stunde in Wassertiefen von mindestens 0,40 bis maximal 4 m wirklich sauber. Er reinigt den Boden, die Wände und die Wasserlinie. Er sorgt für eine zusätzliche Filtration, entlastet die Filteranlage und verbessert die Umwälzung des Wassers. Die Filtereinheit lässt sich komfortabel entnehmen und wieder einsetzen. Der Filtersack kann einfach ausgespült oder auch zur Wäsche in die Maschine. Für die regelmäßige, automatische Poolreinigung ist der nahezu wartungsfreie Virtuoso 200 mit einem Verkaufspreis von rund 950 Euro ein sehr gute Empfehlung.

Dinotec Virtuoso 200 auf einen Blick (Herstellerangaben)

  • Arbeitsspannung: 230 V / AC 50 - 60 Hz
  • Transformator: DC 24 V
  • Leistungsaufnahme: 180 W
  • Saugleistung: 16 m3/h
  • Schwimmkabellänge: 18 m
  • Programmlaufzeit: 2 Stunden
  • Wassertemperatur: 15 - max. +35 °C
  • Max. Tauchtiefe: 4 m
  • Min. Wassertiefe: 40 cm
  • Gewicht des Gerätes ohne Kabel: 8 kg
  • Für Schwimmbecken bis 80 m2
  • Abmessungen (BxHxL): 43 x 26 x 39 cm
  • Reinigungsbreite: 31 cm
  • Preis: um 950 Euro

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